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Transforming Transport: Digitale Plattformen und Vernetzung als strategischer Erfolgsfaktor

03.03.2026

Webinarreihe Transforming Transport

Im Webinar „Transforming Transport – Digitale Plattformen und Vernetzung im Transport“ am 02.03.20.26 zeigte Thomas Kogler, Geschäftsführer der Spedination Familie, wie sich mittelständische Speditionen strategisch digital aufstellen können. Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen angesichts steigenden Marktdrucks, Fahrermangels und sinkender Margen ihre Zukunftsfähigkeit sichern.

Gleich zu Beginn wurde deutlich: Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern eine unternehmerische Notwendigkeit . Digitale Marktteilnehmer reagieren deutlich schneller auf Spotmarkt-Anfragen und nutzen datenbasierte Entscheidungsgrundlagen als Wettbewerbsvorteil .

Ein zentrales Leitbild ist der „hybride Spediteur“. KI wird als unterstützendes Werkzeug verstanden, während die Entscheidungshoheit beim Menschen bleibt. Transparenz, klare Prozesse und Akzeptanz im Team sind dabei entscheidend.

Am Beispiel der 2020 gegründeten Spedination Familie mit Standorten in Österreich, Polen und Deutschland wurde aufgezeigt, wie Digitalisierung konsequent umgesetzt werden kann. 99 Prozent aller Vorgänge laufen papierlos, E-Billing und digitale Dokumentenprozesse sind Standard. Grundlage dafür sind klar definierte und dokumentierte Abläufe – von der Kundenanlage bis zum Reklamationsmanagement.

Im Zentrum steht ein vernetztes TMS mit Schnittstellen zu Plattformen wie TIMOCOM, Transporeon, Project44 oder PTV . So entstehen durchgängige Prozesse von der Routenkalkulation über GPS-Tracking bis zur automatisierten Abrechnung. Ziel ist es, manuelle Eingaben zu reduzieren und Fehlerquellen zu minimieren.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf datenbasierter Preisautomatisierung. Statt statischer Kalkulationen ermöglichen Marktdaten und KI künftig marktgerechte Preisvorschläge in Sekunden. Auch die automatisierte Auftragserfassung – inklusive CMR-Prüfung und Warnhinweisen – zeigt, wie sich administrative Prozesse deutlich beschleunigen lassen.

Gleichzeitig wurden Grenzen der Digitalisierung offen benannt: Ohne klare Prozesse, strukturierte Einführung und Kommunikation entstehen Akzeptanzprobleme. Digitalisierung erfordert daher Strategie, Bauplan und aktives Change-Management.

Der Ausblick macht deutlich: KI-Anwendungen werden in der Transportlogistik bis 2026 zunehmend zum Standard. Unternehmen, die frühzeitig handeln, sichern sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

 

HINWEIS

Die Veranstaltung ist Teil der Transformationsnetzwerke der Bundesregierung (Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWE). Das Regensburger Projekt transform.r unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilindustrie.

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