Von der Idee zur transatlantischen Partnerschaft:
Wie die Strategische Partnerschaft Sensorik (SPS) mit dem starken transfrom.r-Netzwerk den Weg in den nordamerikanischen Mobilitätsmarkt ebnet
Der Startpunkt: Ein Kontakt, der sich auszahlt
Der Erstkontakt entstand nicht auf einem Delegationsbesuch – sondern auf der IAA MOBILITY 2025 in München. Dort trafen Vertreter der York Region erstmals auf das bayerische Sensorik-Ökosystem. Was folgte, war kein Zufall, sondern konsequente Netzwerkarbeit: Im April 2026, direkt im Anschluss an die Hannover Messe, reiste eine hochkarätige Wirtschaftsdelegation aus der kanadischen York Region (Ontario) nach Regensburg. Im Gepäck: konkrete Kooperationsabsichten und ein strukturiertes Programm für zwei Tage.
Die Partner: Zwei Ökosysteme, eine Logik
Auf kanadischer Seite koordinierte die York Region Economic Development den Besuch – als regionale Umsetzungsebene des Ontario Vehicle Innovation Network (OVIN), das internationalen Unternehmen Testinfrastrukturen, Reallabore und Förderprogramme für smarte Mobilität erschließt. Vaughan Demo Zone und York University ergänzen das mit konkreten Pilotumgebungen. York Region betreibt dort eine eigene OVIN Regional Technology Development Site – lokale Umsetzung einer strategischen Landesinitiative. Die Struktur klingt vertraut: strategische Positionierung auf übergeordneter Ebene, konkrete Aktivitäten vor Ort.
Auf bayerischer Seite brachte die SPS gemeinsam mit den Partnern aus transform.r sowie transform.by (Bayern Innovativ), dem Cluster Mobility & Logistics und der OTH Regensburg Unternehmen aus Umweltsensorik, Fahrzeugsensorik und industrieller Automatisierung an den Tisch – darunter u.a. Schaeffler, Vitesco Technologies, B-Horizon, Aumovio und AVL Software and Functions GmbH.
Die Umsetzung: Pitches, Praxis und ein Sensortestzentrum
Das Programm der Business Invitation nach Regensburg: Vormittags präsentierten beide Seiten ihre Ökosysteme, bayerische Unternehmen nutzten die Pitchrunde, um ihre Technologien direkt vor kanadischen Entscheidern zu positionieren. Der Nachmittag führte die Gruppe ins Sensortestzentrum der AVL Software and Functions GmbH in Roding – Fahrzeugsensorik unter realen Prüfbedingungen. Tag zwei stand mit der Historic Smart City Tour durch Regensburg im Zeichen urbaner Digitalisierung in der Praxis.
Das Ergebnis: Mehr als ein Kennenlernen
Was nach dem Besuch blieb, sind keine vagen Absichtserklärungen. Gordon Scheel, Senior Business Development Advisor der Regional Municipality of York, brachte es auf den Punkt:
„Several NDAs have been signed between companies as a result of our activity – finding partners who are reliable and trustworthy is not always easy, particularly when working internationally."
Matthias Streller, Clustermanager Bayerische Sensorik, sieht darin erst den Anfang:
„Wir bleiben mit den Unternehmen in Kontakt und wollen die Kooperationen weiter unterstützen konkret etwa über das aktuell laufende deutsch-kanadische NRC/ZIM-Programm, das gemeinsame F&E-Projekte fördert."
Der Ausblick: transform.r verbindet – nächster Halt IAA MOBILITY 2027
Die kanadischen Partner sind 2027 wieder auf der IAA MOBILITY – der nächste gemeinsame Auftritt ist daher bereits im Blick. Für Unternehmen, die im Rahmen von transform.r an smarten Mobilitätslösungen arbeiten und den nordamerikanischen Markt im Visier haben, ist der Kanal damit offen. Wer Interesse an konkreten Anschlussmöglichkeiten hat, nimmt Kontakt mit Matthias Streller auf.



